Der Arbeitsmarkt hat sich 2015 günstig entwickelt: Die Zahl der Arbeitslosen ist weiter gesunken, Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sind dynamisch gewachsen und die Einstellungsbereitschaft der Betriebe war das gesamte Jahr über sehr hoch.

Welche Rekrutierungsstrategien verfolgen Betriebe in Zeiten stetiger Beschäftigungszunahme, um neues Personal zu gewinnen? Wie lange benötigen sie für die Stellenbesetzung? Antworten darauf liefern die aktuellen Ergebnisse der IAB-Stellenerhebung.

Zusammenfassung:

  • Im Jahr 2015 wurde fast jede dritte Stelle über persönliche Kontakte besetzt. Vermittlungsdienste der Bundesagentur für Arbeit (BA) sowie Stellenangebote in Zeitungen und Zeitschriften bringen Arbeitgeber und neue Mitarbeiter bei jeweils jeder siebten Stelle zusammen.
  • Akademiker werden am häufigsten über Internet-Jobbörsen eingestellt. Bei geringen und mittleren Qualifikationsanforderungen dominieren persönliche Kontakte und die Vermittlungsdienste der BA als erfolgreiche Besetzungswege.
  • In Deutschland dauert es im Durchschnitt 85 Tage, bis eine Stelle tatsächlich besetzt ist. Während in früheren Jahren die Personalsuche im Westen kürzer ausfiel als im Osten, nimmt sie inzwischen wieder genauso viel Zeit in Anspruch.
  • Je höher die geforderte Qualifikation ist, desto länger dauert die Personalsuche. Während vom Beginn der Suche bis zum tatsächlichen Arbeitsbeginn bei Ungelernten durchschnittlich 53 Tage vergehen, dauert die Besetzung einer Akademikerposition im Durchschnitt 107 Tage.

Für die repräsentative Erhebung befragten die Forscher 13.000 Betriebe. Die Befragung gibt es bereits seit rund 25 Jahren.

Den vollständigen Kurzbericht des IAB in Nürnberg können Sie hier lesen:

Kurzbericht des IAB